| Verfügbarkeit: | |
|---|---|
| CAS-Nr. | 543-20-6 |
| Synonym | Menadioldiacetat 2-Methylnaphthalin-1,4-diyldiacetat 2-Methyl-1,4-naphthalindioldiacetat Prokayvitoral |
| EINECS-Nr. | 209-352-1 |
| Molekulare Formel | C₁₅H₁₄O₄ |
| Molekulargewicht | 258.27 |
| Aussehen | Weißes oder cremefarbenes Kristallpulver |
| Test | 99,0 Min |
| Spezifisches Gewicht | 0.967 |
| Löslichkeit | Unlöslich in Wasser, aber löslich in organischen Lösungsmitteln wie DMSO und Methanol |
Vitamin K4 fungiert als Vorstufe der aktiven Form von Vitamin K. Sein Mechanismus ist entscheidend für eine normale Blutgerinnung:
Umwandlung: Nach der Verabreichung wird Menadioldiacetat im Körper zu seiner aktiven Form, Menadiol, verstoffwechselt.
Co-Faktor für die Carboxylierung: Diese aktive Form fungiert als essentieller Co-Faktor für das Enzym Gamma-Glutamyl-Carboxylase in der Leber.
Aktivierung von Gerinnungsfaktoren: Dieses Enzym ist für die posttranslationale Modifikation spezifischer Glutaminsäurereste an wichtigen Gerinnungsfaktoren verantwortlich: Prothrombin (Faktor II) und Faktoren VII, IX und X. Dieser Prozess macht diese Faktoren funktionsfähig.
Hämostase: Durch die Sicherstellung der Synthese dieser aktiven Gerinnungsfaktoren stellt Vitamin K4 die normalen Blutgerinnungswege wieder her und verringert das Blutungsrisiko.
Vitamin K4 ist in erster Linie zur Vorbeugung und Behandlung von Blutungsstörungen indiziert, die durch einen Mangel an Vitamin K verursacht werden. Zu den spezifischen Erkrankungen gehören:
Vitamin-K-Mangelblutung (VKDB): Eine Erkrankung, die bei Neugeborenen und bei Erwachsenen mit Malabsorptionsproblemen auftritt.
Hypoprothrombinämie: Eine Blutungsstörung, die durch einen Mangel an Prothrombin (Faktor II) verursacht wird und durch orale Antikoagulanzien wie Warfarin hervorgerufen werden kann.
Malabsorptionssyndrome: Dazu gehören Erkrankungen wie obstruktiver Ikterus, chronische Colitis ulcerosa, chronische Pankreatitis und nach ausgedehnten Darmresektionen, bei denen die Aufnahme fettlöslicher Vitamine beeinträchtigt ist.
Arzneimittelbedingter Mangel: Die langfristige Einnahme von Breitbandantibiotika kann die Darmbakterien abtöten, die Vitamin K synthetisieren, was zu einem Mangel führt.
Über seine klinische Verwendung als blutstillendes Mittel hinaus hat die Forschung weitere potenzielle pharmakologische Aktivitäten von Vitamin K4 identifiziert:
Anti-Krebs-Aktivität: Studien haben gezeigt, dass Vitamin K4 über einen mitochondrienbezogenen apoptotischen Weg Tumorzytotoxizität, insbesondere in menschlichen Prostatakarzinomzellen, induzieren kann