| Verfügbarkeit: | |
|---|---|
Primärpigmente:
Monascorubrin (orangerot) und Rubropunctatin (rot) – fettlösliche Azaphilonpigmente.
Monascin (gelb) und Ankaflavin (gelb) – wasserlösliche Derivate.
Struktur:
Azaphilon-Verbindungen mit einem Pyranochinon-Gerüst, sehr stabil bei Hitze (bis 120 °C) und pH 2–10.
Löslichkeit:
Lipidlösliche Pigmente lösen sich in Ethanol, Ölen und organischen Lösungsmitteln.
Wasserlösliche Formen (z. B. Monascorubramin), die unter sauren/alkalischen Bedingungen entstehen.
Stabilität:
Beständig gegen Lichtabbau besser als synthetische Farbstoffe (z. B. Allura Red) aufgrund konjugierter Polyketidketten.
| Aktionsrolle | Funktionale |
|---|---|
| Natürliche Färbung | Ersetzt synthetische rote Farbstoffe (z. B. in Würstchen, Fischpaste, Saucen und Backwaren) und sorgt für leuchtende Rot- bis Orangetöne. |
| Antioxidative Aktivität | Fängt freie Radikale ab (IC50 ≈ 80–110 μg/ml), hemmt die Lipidperoxidation und verlängert so die Haltbarkeit von Lebensmitteln. |
| Antimikrobielle Wirkung | Unterdrückt Staphylococcus aureus, , Bacillus subtilis und Pilze über pigmentassoziierte Metaboliten. |
| Biofunktionale Unterstützung | Wirkt synergetisch mit Monacolin K (cholesterinsenkend) und GABA (blutdrucksenkend) in fermentierten Produkten. |
Lebensmittelindustrie:
Fleischverarbeitung: Färbt Würste/Schinken und hemmt gleichzeitig Clostridium botulinum.
Milchprodukte und Gewürze: Wird in Käse, Tomatensaucen und eingelegtem Gemüse verwendet.
Getränke: Stabilisiert die Farbe in Fruchtgetränken (pH 3–4).
Gesundheitsprodukte:
Eingearbeitet in Kapseln/Gummis als „Clean-Label“-Farbstoff mit zusätzlichen antioxidativen Vorteilen.
Kosmetika:
Natürliches rotes Pigment für Lippenstifte und Rouge (ungiftige Alternative zu Karmin).